Dr. Ahmed Ajil

Ahmed Ajil

Kriminologe · Forscher · Autor

Postdoktorand an der Universität Luzern und angehender Assistenzprofessor für Verhaltenswissenschaften. Träger eines ERC Starting Grant für das Projekt TRACES: Terrorism, Race and Embodied Security.

Kommende Veranstaltungen

Sa, 30. Mai 2026 · 15:00–17:00 Uhr

Geschlechtsspezifische Gewalt – Männlichkeit – Religion

Stadtkloster Frieden, Friedenskirche, Friedensstrasse 9, Bern · Neue Wege

Podium zu Männlichkeitsbildern, geschlechtsspezifischer Gewalt, Religion und antimuslimischem Rassismus – mit Geneva Moser, Julia Meier, Sinja Dietiker; Moderation: Anne-Christine Halter und Omar Ibrahim. Eintritt frei – Kollekte.

Veranstaltungsdetails →

Über mich

Ahmed Ajil ist promovierter Kriminologe und Postdoktorand am Religionswissenschaftlichen Seminar der Universität Luzern. Er leitet derzeit die Forschung im vom SNF geförderten Projekt Zwischen Intensivierung und Relativierung unter der Verantwortung von Prof. Dr. Martin Baumann.

2025 erhielt er einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) für sein fünfjähriges Forschungsprojekt «TRACES: Terrorism, Race and Embodied Security». Er wird dieses Projekt an der Universität Luzern durchführen, wo er zum Assistenzprofessor für Verhaltenswissenschaften mit Schwerpunkt Kriminologie und Sicherheitsstudien befördert wird.

Ahmed studierte Internationale Beziehungen an den Universitäten Genf und Alicante und absolvierte den MA Applied Security Strategy an der Universität Exeter, wo er seine Masterarbeit über britische ausländische Kämpfer, die aus Syrien und dem Irak zurückkehren verfasste. Danach arbeitete er im NGO-Sektor in Jordanien, bevor er ein Masterstudium in Kriminologie und Sicherheit an der Universität Lausanne aufnahm, mit einem Austauschsemester an der Université de Montréal.

Seine Doktorarbeit an der Universität Lausanne und an der Fakultät für Politikwissenschaft der Université Laval in Québec wurde durch das SNF-Stipendium Doc.CH unterstützt. Das daraus hervorgegangene Buch Politico-ideological violence and mobilisation in the Arab World: All in erschien 2023 bei Routledge.

Seine Postdoc.Mobility-Forschung zur «Entschlüsselung und Evaluierung des schweizerischen Anti-Terror-Dispositivs» umfasste Aufenthalte an der Université Libre de Bruxelles, dem Max-Planck-Institut in Freiburg sowie an der School of Oriental and African Studies in London.

Ausserhalb der akademischen Welt arbeitete Ahmed als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Schweizerischen Kompetenzzentrum für den Justizvollzug, wo er 2022 das Handbuch Dynamische Sicherheit im Justizvollzug veröffentlichte. Zudem war er als Kriminalanalyst beim Bundesamt für Polizei (fedpol) tätig. Er führt punktuell Forschungsmandate für nationale und internationale Organisationen durch — und widmet sich leidenschaftlich dem literarischen Schreiben.

Mitgliedschaften & Fellowships

Vorstandsmitglied

Schweizerische Arbeitsgruppe für Kriminologie

Mitglied

Canadian Network for Research on Terrorism (TSAS)

Mitglied

Swiss Law and Society Network

Mitglied

Schweizerische Gesellschaft Mittlerer Osten und Islamische Kulturen (SGMOIK)

Affiliate

Centre for the Prevention of Violence, Arizona State University

Fellow

Centre de recherche en droit pénal (CRDP), Université Libre de Bruxelles

Aktuelles

Aktuelle Publikation

Zwischen Pragmatismus und Standhaftigkeit: Wie geflüchtete muslimische Syrer:innen in der Schweiz mit religiösem Wandel umgehen

Islam & Society, Mai 2026

Wie geflüchtete syrische Muslim:innen in der Schweiz nach dem Sturz Assads mit religiösem Wandel umgehen — pragmatische Anpassung, standhafter Stolz und zerrissene Ambivalenz im Umgang mit dem Tragen des Hijab. Aus 25 biografischen Interviews im Rahmen eines WEAVE-Projekts an der Universität Luzern.

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Nicht-akademische Publikation

Wenn «Baba» Arabisch spricht: Eine väterliche Reise zu Identität, Sprache und erstaunten Blicken

niudad.ch, Mai 2026

Eine väterliche Reise — Arabisch mit der Tochter in der Deutschschweiz. Über Identität, Sprachweitergabe nach der OPOL-Methode und den gelegentlich erstaunten Blick im Alltag.

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Aktuelle Medien

Terrorismusprävention — wie bekämpfen, ohne Muslim:innen zu diskriminieren?

Jus(t)Talk, Mai 2026

Gespräch mit Laura Mesa Pascasio im Podcast Jus(t)Talk: Wie kann Terrorismus bekämpft werden, ohne Muslim:innen zu diskriminieren? Über die Häufigkeit von Terrorismus als sicherheitsrelevantes Problem, seine Prominenz in den Medien und die daraus folgenden Konsequenzen.

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