Zieh’ deinen Stuhl ‘ran
An diesem Tag vor zwanzig und drei Jahren
Hat man dich zu mir an mein Bettchen gefahren
Bis heute strahlet und glänzet dein Herz;
ob jauchzend vor Glück oder weinend vor Schmerz.
In die Wiege gelegt wurden dir unzählige Geschenke
Darunter flinke Gedanken und stählerne Gelenke,
ein erquickendes Lachen und eine gebende Hand,
*wodurch Grosszügigkeit wurd’ dein edles Gewand. *
Du hast Liebe gefunden und Wunder entdeckt,
und mit Sinn für Gerechtigkeit Böses verschreckt.
Ich wünsche dir nichts mehr, als dass du all deine Gaben,
*mit Stolz und Erbarmen nach aussen magst tragen. *
Bedenke, mein Bruder: der Weg ist rumplig und steinig,
stossen sich unsere Köpfe, sind doch unsre Herzen sich einig,
dass wo immer du sein magst, bleib ich dein Musketier –
so zieh in Ruh’ deinen Stuhl ran und setz’ dich zu mir.
(28/06/2015)