Du bist mein Weihnachten
In diesen Märkten, diesen strengen, umgeben von Lichtern und Gesängen, klirrenden Gläsern und festlichen Klängen, in diesen Gassen, diesen engen, dicht gedrängten Menschenmengen, ist mir danach, davonzurennen.
Weg von den Menschen, in deine Arme.
Denn du machst mich glücklich, du gibst mir Halt. Du.
Mein Ort der Zuflucht, mein sicherer Hafen, mein Fest der Liebe.
Du bist mein Tannenbaum und ich deine Blätter, du bist die Nacht und ich die Stille, du bist mein Fröhlichstes alle Jahre wieder, du bist die Jingle und ich die Klingel, du bist mein Weihnachten, jeden Tag.
In der Hektik, im ganzen Trubel, jahrein jahraus, vergiss das nicht:
Du bist mein Weihnachten, jeden Tag.
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Inmitten der dichten Menschenmenge, der Lichter und Gesänge, des Klirrens und der Klänge, zwischen Gassen und Gesichtern, von denen ich kaum eines kenne.
Kann ich nur an etwas denken, und das bist du. Die Musik schallt dumpf in meinen Ohren, vom Glühwein schmecke ich nur die Bitterkeit und keine Süsse, und warm wird mir trotz der ganzen Heiterkeit nicht. Du bist mein Weihnachten, mein Fest der Liebe.
***
Oh Tannenbaum oh Tannebaum, wie treu sind deine Blätter?, Hallt es durch die weihnachtlich gekleideten Gassen der Thutstadt und ich stimme ein in den Chor der freudigen Lacher, klirrenden Gläser und dumpf auftretenden Winterstiefel.
Gesänge und Geräusche, die den Weg durch meine dicke Winterjacke finden, um mein Herz mehr zu erwärmen, als es der Glühwein je könnte.
So, wie du das jeweils tatst, wenn du meine Hand nahmst und sie in deine legtest, mir ins Ohr flüstertest, dass dort wo ich bin dein Herz ist, und mir versprachst, dass alles was zählt, das Hier und Jetzt ist, mit mir, mit uns.
Oh Tannenbaum, lass dich nicht täuschen. Die Blätter, sie sind weder treu noch sind sie deine.
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Wenn der Frost durch die Thutstädter Gassen zieht, die Pflastersteine umschlingt und einkleidet, die Bäume bis in die Wurzeln erstarren lässt, und die Thutstädterinnen praktisch in den Lockdown zwingt,
dauert es nicht lange, bis mit dem Weihnachtsmarkt alles daran gesetzt wird, wieder Heiterkeit und Wärme zwischen die grauen kalten Mauern zu bringen.
Und das schafft er eigentlich auch.
Nicht aber dieses Jahr. Nicht bei mir.
Weder die vertrauten Gesichter, noch der Glühwein und der Punsch, weder die Musik noch das Singen und Lachen, weder die heissen Marroni noch die saftigen Berliner vermögen dieses Jahr, Wärme unter die vier oder fünf Schichten Kleidung zu bringen, in die ich mich am liebsten abseits des Trubels verkriechen möchte, bis die Wintertage vorüber sind.
Ich glaube, dir geht es momentan auch so. Oder ähnlich. Vielleicht bist du auch traurig, fühlst dich leer, einsam, verlassen oder hintergangen. Und deshalb hier einfach ein paar Zeilen, um dir zu sagen: du bist nicht allein. Ich denk an dich.
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Vielleicht ist das die Art der Natur, dir zu sagen dass du die Uhr nun mal einfach ticken lassen sollst, nicht vergrollst, weder suchst noch versuchst, weder eiferst noch verzweifelst, weder fragst noch vergleichest.
Lass sie sein, den Glitzer und den Schein, das Lachen und den Tropfen, ob Traube oder Hopfen.
Geh tief in dich hinein, und lebe einfach nur im Jetzt, einfach gesagt, ich weiss, doch die Hoffnung stirbt zuletzt.